Mein kleiner Bericht für die lieben Leuts daheim...

Sunday, August 13, 2006

Der Abschied und der Flug

:-) wie immer natürlich alles ohne Stress und viel zu früh da...
Nachdem man ja noch dort hin musste, und da hin, und nochmal dort hin wars doch recht spät geworden und um halb drei war ich dann endlich so weit fertig mit packen. Die Unterschriften für die Travelerchecks waren dann doch recht gequält und um 3 durft ich ne Mütze schlaf nehmen.
Marie flog am selben Tag eine Stunde vor mir nach Portugal und wir wollten uns so um 8 treffen. Nachdem ich aber professionell verschlafen hatte, kam der ganze Zeitpaln ein wenig durcheinander...kann ja mal passieren! Witzigerweise ist der Marie auch noch ein lustiges Malheur passiert und so saßen wir mit reichlich Verspätung in der gleichen S-Bahn. Da es schon so spät war viel der Abschied kurz und schmerzlos aus. Danke Marie nochmal für dein Geschenk...kriegt n Ehrenplätzchen an meiner Wand :-)
Nach dem Papierkrieg beim Einchecken hatte sich auch langsam ein kleiner Trupp treuer Fans versammelt. Danke nochmals für euer Erscheinen. War sehr schön.
Nachdem mir die Damen der Delta so viel Zuversicht ausgesprochen hatten, dass der Flug überbucht sei und ich erst am nächsten Tag fliegen werde (dafür kann man sich freiwillig melden und kriegt dann einen Fluggutschein über $1000!!) hab ich ehrlich gesagt eigentlich nimmer damit gerechnet zu fliegen sondern gemütlich wieder heim zu fahren, ne Runde zu pennen und $1000 verdient zu haben.
Von daher viel der Abschied nicht ganz so schmerzreich aus wie erwartet :-)Hab ja gedacht ich komm wieder raus.
Nach dem Boarding hat man mir dann nochmals gesagt, dass es höchstwahrscheinlich klappen wird und ich erst am nächsten Tag fliegen werde. Doch dann, keine Ahnung warum, war der Flug nicht mehr überbucht...blöd!! $1000...die hätt ich gut gebrauchen können.
Wenn man dann so durch die Gangway ins Flugzeug steigt, noch n paar winkende Hände sieht und so langsam realisiert, dass man jetzt alles Gewohnte und Geliebte für ein Jahr zurück lässt, bekomt man doch leicht feuchte Augen. Witzig war, dass ich auf dem Weg zu meinem Sitz bestimmt 5 Leute gesehen hab, die auch kurz vorm Heulen waren :-)
Und Tschüss.....

Über den Wolken verflog die Melancholie recht schnell und ich war echt gespannt auf das, was mich erwarten würde.
Ganz unmachohaft muss ich dem Carsten aber recht geben, dass die Stewardessen auf dem Flug mehr als nur enttäuscht haben. Ich glaub Interkontinental fliegt nur die Ü50 Truppe; die Gesichter wurden meist nur von Tonnen von MakeUp zusammen gehalten und die Chef-Saftschuppse hatte ne Fiepse-Stimme wie die eine kleine aus Police Academy...ehrlich!
Wenigstens hatte ich n netten Sitznachbarn und so konnte man sich ab und zu mal unterhalten. Geschlafen hab ich auf dem ganzen Flug eigentlich so gut wie nicht...das geht irgendwie in den Sitzen nicht...oder nur mit Schmerzmittel.
Kurz nach dem Start gab's erst mal ordentlich Turbulenzen. Total geil :-) Mein Sitznachbar (auch ein Ing) und ich hatten unseren Spaß daran Witzchen auf Kosten der Flugänstler und Unwissenden zu machen...hihi.
Nachdem wir dann endlich auf Reiseflughöhe waren konnte man mit dem Mittagessen beginnen und ich gönnte mir mein auf jeden Fall verdientes Bier. Leider gab es nur Ami-Bier. Hätte gern nochmal ein Deutsches getrunken...Durch den ganzen Stress der letzen Tage, so gut wie keinen Schlaf und den niederigen Luftdruck hat das ganz ordentlich reingehauen...Aber schlafen konnte ich dann auch nicht :-(

Endlich in Atlanta angekommen, ging eigentlich alles relativ problemlos. Mein erstes FastFood-Essen zog ich mir in so ner Pizzabude rein und dann ging auch releativ schnell der Anschlussflug weiter. Schon groß der Flughafen dort. Und man kommt sich so verdammt fremd vor...
Lustig war, dass am Boarding auf den ganzen TV's erst mal nur Hurrican Warnungen für Florida liefen...das wäre natürlich die Krönung gewesen. Aber glücklicherweise wars dann nur ein tropischer Sturm der über Kuba zog.

In ner MD gings mit deutlich besseren Stewardessen weiter nach Daytona Beach. Die Sitze waren auch weitaus bequemer und ich hatte einen sehr netten Amerikaner als Sitznachbarn. Die erste Unterhaltung in English klappte eigentlich recht gut. Nur alles zu verstehen war am Anfang recht schwierig. Turbuluenzen gabs auch wieder ordentlich :-)

In Daytona Beach angekommen wurde ich glücklicherweise von der Schwester meiner Tante abgeholt und ins Hotel gefahren. Das war wirklich sehr nett. Und nach kurzem Check-In verfiel ich auch gleich in einen Koma-Schlaf. Ich war einfach total zerstört aber glücklich angekommen zu sein.


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