Der erste Tag
Am ersten Tag standen für mich 2 Dinge auf dem Plan: 1. Zur Uni gehen und mich dort mit dem International Programs Coordinator treffen und 2. Überleben:-).
Also bin ich um 8 aufgestanden und hab erst mal ne Coke aus dem Automaten gefrühstück...Die schmeckt übrigens leicht anders als bei uns. Danach bin ich Richtung Mal losgelaufen (Ne Mal ist n riesen Gebäude mit tausend Läden drin. Vielleicht zu vergleichen mit nem BreuningerLand. Nur größer). Sehr beeindruckend. Und sehr beeindruckend kälter drinnen als draußen! Geil auch der riesen Parkplatz davor. Schade, dass es hier nicht schneit, sonst könnte man da ganz lustige Sachen machen:-)
So Frühstück wie hier gibts da einfach net. Von daher hab ich dann n Chicken Bagel und so fritierte Kartoffeln gegessen. Auf nüchternen Magen so viel fett zu essen ist sehr ungewohnt. Dazu dann erst mal n Kaffee-Test :-)
Der war echt gar net so schlecht aber ich hab auch dazu gesagt, dass ich ihn Schlawiener-Tiner-Like, also as dark as possible, haben will...:-)Als ich da dann so mein gesundes Frühstück inhaliert habe und in ner großen Karte mich bissle mit dem Ort vertraut machte kam einfach mal so ein Soldat vorbei und hat mir spontan seine Hilfe angeboten. Der war wirklich sehr nett und wir kamen noch ein bissle ins Gespräch bevor er abgezogen ist.
Ob das nun Oberflächlich ist oder net, aber auf jeden Fall muss man sagen, dass der Ami an sich wirklich sehr nett und hilfsbereit ist. Das fällt einem wirklich gleich auf.
Der Weg zur Uni per Fuß war in der Hitze und vor allem der Schwüle eine Qual. Ich hab den ganzen Tag eigentlich nur Wasser, sorry Zucker-Wasser, in mich gekippt was dann sofort wieder verschwitzt wurde oder in den unglaublich kalt klimatisierten Räumen an meinem Körper zu Eis gefror.
Sidewalks können in der "bicycle friendly city (!!)" auch mal einfach aufhören. Sehr interessant...muss man halt in der Wiese oder auf der Straße weiterlaufen, was dann sehr gefährlich ist.Um elf hab ichs dann geschafft pünktlich bei Santi enzutreffen. Santi kommt aus Puerto Rico und ist ungefähr so alt wie der Mattes. Vielleicht net ganz so alt:-) Er ist für die International Students zuständig und war mir wirklich sehr behilflich meine ersten Tage auf die Reihe zu kriegen. Da ich für meine Uni sehr früh angereist war, haben wir den ganzen Formalitäten-Krieg auf die Orientation-Week verlegt. Die ist eine Woche vor Vorlesungsbeginn un der ist am 28. August.
Nach ungefähr ner netten 3/4 Stunde gings dann an die Arbeit. Zimmersuche: Schwarze Bretter abklappern und Telefonnummern aufschreiben. Am schwarzen Brett traf ich dann noch die Ashley und den Fabian, die auf der Suche nach einem Roommate waren. Beachside, $500 mit all untilities. Also eigentlich sehr gut. Das einzige was mich bissle störte war, dass die beiden immer nur eine Woche da sind und dann eine Woche weg. Er ist Pilot und die Arbeitszyklen sind immer 7 days on and 7 days off. Sie kommt aus Arizona und arbeitet dort im gleichen Zyklus. Ich suchte aber eine WG mit vielen Leuten und wollte nicht irgendwie dann ganz alleine daheim sitzen...so ohne Freunde :-) Somit wollte ich noch nichts definitv ausmachen und erst mal nach anderen Sachen schauen bevor ich mir das Zimmer unter die Lupe nehme. 500 bucks (bucks benutzen hier die coolen Leute wenn sie $ meinen. Und ich bin ja so unglaublich cool!!) hören sich fürn Fremden ja auch ziemlich viel an...für n Zimmer. Wie sich dann aber später herausstellte ist das hier echt normal und sogar für die Gegend noch recht günstig.
Danach machte ich mich auf die Suche nach einem gebrauchten Fahrrad...Sehr schwierig. Fahrräder kauft man hier nämlich nur zum Vergnügen also nicht als Transportmittel und wenn mal was kaputt ist wirds halt weggeworfen und n neues im WalMart gekauft. Somit siehts auf dem Gebarucht-Markt sehr mau aus.
Nach mehrmaligem rumfragen hat mir dann jemand n Tipp gegeben, dass es einen Laden gibt, der gebrauchte Räder verkauft. Aber zu Fuß sei er sehr weit weg. Ich solle mit dem Taxi fahren. Ich hab entschieden ich laufe die 2 Meilen zu Fuß. Für uns Europäer ja nichts!...Aber nachdem ich mir nimmer sicher war wo das denn jetzt genau war fragte ich kurzerhand einen Campus-Saftey-Officer und die hat mich dann netterweise gleich bis vor die Ladentür gefahren...Zu laufen wäre zu gefährlich! Wie gesagt, sehr hilfsbereit die Amis.
Da neben diesem Laden auch direkt der WalMart war hatte ich die Wahl:
- Ein viel zu kleines neues Fahrrad aus dem WalMart. Da gibts echt nur so Fahrräder für kleine Leute. Außerdem ist die Qualität da so schlecht, dass es galube ich echt nach n paar Meilen anfängt auseinader zu fallen. Der Cartsen hat ja da so seine Erfahrungen gemacht :-)...Kostet um die $60. Also praktisch ein Einweg-Fahrrad
- Oder ein gebrauchtes Fahrrad von "Play it again-Sports" von einer bissle höherern Herstellungsqualität aber doch leichten Gebrauchsspuren.
Ich entschied mich dann schweren Herzens für ein Gebrauchtes für $70 mit gebrochener Speiche, rostiger Kette und klappernder Gangschaltung!! Klar war das Abzocke aber ohne Alternative kann man sich schwer dagegen wehren!! Und sie hätten es für $70 gekauft...jaja...Zu allem Überfluss platzte mir auch noch der Mantel auf, als ich an der Tanke Luft nachfüllen wollte...Also mit Schloss, Luftpumpe, neuem Mantel und n bissle Werkzeug kam ich auf gute $100...Super!! (Aber die Geschichte nimmt noch ein gutes Ende...dazu später mehr)Somit war ich nun einigermaßen mobil und fuhr dann noch kurz bei der Mal vorbei um was zu essen (klar: FastFood) und mich noch n bissle über Handy Vertäge zu informieren. Die Verkäufer haben hier ein sehr eigenartiges Ritual: Wenn man sich informiert hat und dann gehen will werden noch kurz die Vornamen ausgetauscht und dann kriegt man die Visitenkarte in die Hand gedrückt...Für uns sehr komisch, aber hier üblich.
Die Mam am Chinastand hat dann sofort geschnallt, dass ich fremd bin und hat mich so gefragt was ich denn hier so mach. Antwort: "Oh, you are a student. So you have a lot of money!!" Sure!!! Net in good old Tschörmanieee
Danach ins Hotel und nachdem ganzen Tag in der Sonne war ich auch wieder total müde und ging recht früh ins Bett.
Als Fazit vom ersten Tag habe ich gelrent, dass Leute die laufen oder mit dem Fahrrad fahren entweder Touris oder sehr arm sind oder n totalen Sprung in der Schüssel haben. Deshalb wurde ich auch immer sehr komisch angeguckt, als ich quer über den Mal-Parkplatz gelaufen kam. Da kam auch sofort ein Security Auto und fuhr wirklich sehr unauffällig an mir vorbei :-) um zu checken ob ich denn was böses vor habe.

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